Ein lehrreiches Abenteuer

Seit etwa einem Jahr war ich bereits ein Toupi: In meiner Freizeit habe ich bei verschiedenen Projekten mitgewirkt und unter anderem den Besuch eines Botschafters und einen Filmdreh miterlebt. Dabei bin ich in eine engagierte, kreative Gruppe hineingewachsen, die zur Entwicklung von Kindern und Jugendlichen einen wichtigen Beitrag leistet und dabei viel Spaß hat.

Das hat mich neben dem Studium sehr bereichert und ich wollte mehr bei der Toupi Group mitwirken und dadurch mehr lernen, beitragen und Abenteuer erleben. Durch ein semesterbegleitendes Praktikum konnte ich das sogar mit meinem Studium verbinden.

Eine bunte Mischung an Aufgaben

Zunächst habe ich vor allem an Workshops in Schulen teilgenommen. Die Workshops zu Anti Mobbing und Kinderrechte kannte ich schon und konnte darin direkt einzelne Aufgaben übernehmen. Der Schokoladenworkshop war neu für mich, doch sollte ich ihn innerhalb weniger Wochen gut kennenlernen: Etwa wöchentlich nahm ich an ihnen teil und referierte Stück für Stück mehr selbst, bis ich gegen Ende mit der anderen Praktikantin Sophy alleine einen Workshop leitete. Das war ein kleines Abenteuer für uns, wir sprangen nun aus unserer Komfortzone heraus. Trotz unserer Nervosität und der Neuheit der Situation lief manches besser als gedacht und wir konnten in dieser kurzen Zeit sehr viel lernen. Natürlich machten wir auch Fehler, darum nahmen wir so viel für uns mit.

Auch außerhalb der Schulen habe ich mich mit Workshops auseinandergesetzt und dadurch umso mehr gemerkt, wie viel Arbeit hinter allem steckt. Die Homepage sollte aktualisiert und Fragebögen aus dem Kontext des Anti Mobbing Workshops mussten ausgewertet werden. Von derartigen Aufgaben hatte ich bisher kaum etwas mitbekommen und nun lernte nun, sie durchzuführen.

Außerdem habe ich flexibel einteilbare Aufgaben von daheim aus übernommen: Für unsere Workshops und andere Veranstaltungen brauchen wir viele verschiedene Materialien. So habe ich mich dem Entwurf von Puzzles, Flipcharts, neuen Toupis und dem Bemalen einer Tasse gewidmet. An diesen kreativen Aufgaben hatte ich viel Freude und meine Ergebnisse im Einsatz zu sehen, war immer wieder ein beflügelndes Gefühl.

Wie erhofft konnte ich viel erleben: Ich habe zusammen mit der Toupi Group die Umweltministerin von Luxemburg getroffen, an mehreren kleinen Filmdrehs mitgewirkt, unsere Weihnachtsfeier mitgestaltet und beim Coaching der Unicef Junior Botschafter engagierte junge Menschen erlebt, die vor Ideen und Tatendrang sprühen.

Eine lehrreiche Reise

Es gab viel zu lernen: Durch das Anleiten von Aktivitäten habe ich viel über angewandte Psychologie gelernt und wie ich dadurch Inhalte spaßig und verständlich präsentieren kann, außerdem wurde ich vertrauter im Umgang mit Kindern und Jugendlichen. Wie durchdacht jene scheinbar so spielerisch- leicht durchgeführte Workshops eigentlich sind, habe ich bei der weiteren Ausarbeitung des internen Manuals zu unserem Kinderrechte Workshop gemerkt. So mancher Studieninhalt erschloss sich mir beim Lesen der Texte neu.

Für mich als Person habe ich besonders viel gelernt: Insgesamt erlebte ich viele Premieren und musste mich einfach trauen, Dinge anzugehen und aus meinen Erfahrungen zu lernen. Man macht zwangsläufig Fehler und die Dinge klappen zunächst oft nicht so, wie man es gerne hätte. Dadurch habe ich einige Vorgehensweisen und mich selbst hinterfragt und daraus gelernt. So habe ich viele Erlebnisse gesammelt, an denen ich gewachsen bin.

Außerdem habe ich viel selbstständig gearbeitet und geschrieben, habe meine Aufgaben selbstkoordiniert und in Absprache mit den Anderen umgesetzt. Dabei habe ich vieles mehrfach überarbeitet, bis es alles Benötigte enthielt. Ähnlich verhielt es sich auch mit dem Begleitheft zum Filmprojekt „Deutsch sein aus allen Himmelsrichtungen“, an dem ich zuvor ein wenig mitgewirkt habe und zu dem ich nun viele Hintergründe kennenlernte. Wir trafen uns und tauschten Gedanken und Ideen aus, entwickelten daraus ein Konzept, setzten unsere Aufgaben um und werteten die Ergebnisse aus. In diesem Prozess konnten wir es wachsen sehen.

Was mir besonders gut gefallen hat

Die Arbeit der Toupi Group, in die ich zuvor hineingeschnuppert hatte, konnte ich nun intensiv weiter kennenlernen und so sehen, was alles hinter den Kulissen passiert. Für mich selbst und mein Studium konnte ich dadurch viel lernen.

Die spielerisch und vielfältig gestalteten Workshops habe ich immer wieder genossen: Jede Klasse war anders und so war kein Workshop wie der vorige. Zu sehen, wie viel Spaß die Kinder haben und wie viele Ideen die Jugendlichen bei unserem Coaching mitgebracht haben, hat mir immer wieder viel Freude bereitet und Energie mit auf den Weg gegeben. Über ihre Erfolge und Fortschritte habe ich mich mitgefreut und beim Basteln, Ausprobieren und bei Spielen mitwirken habe ich mich manchmal wieder selbst als Kind gefühlt. Was ich an den Aktivitäten besonders schätze ist, dass sie über die reine Vermittlung von Wissen hinaus zum Erwerb wichtiger Kompetenzen wie Teamwork und Frustrationstoleranz beitragen.

Ganz besonders am Praktikum bei der Toupi Group ist die große Abwechslung: Vom Referieren über Filmdrehs, Datenauswertung und gestalterische Tätigkeiten war alles dabei. Wir haben die Chance bekommen, vieles zum ersten Mal zu machen und dabei immer mehr Eigenverantwortung übernommen. Außerdem hatten wir in sämtlichen Angelegenheiten ein Mitspracherecht und wurden nach Ideen gefragt, welche häufig umgesetzt wurden.

Was man bei einem Praktikum wohl selten hat, ist ein so herzliches Miteinander und ein Gemeinschaftsleben, bei dem man nicht nur an der Weihnachtsfeier teilnimmt, sondern auch mal ins Café oder peruanisch Essen geht und ein gemütliches Treffen um selbst gekochtes Essen herum abhält.

Wenn ich mir die Bilder all meiner Erfahrungen und Erlebnisse mit der Toupi Group anschaue, kommen viel Freude und Energie auf. Hier erlebt und lernt man sehr viel Verschiedenes in einem freundschaftlichen Umfeld.

Karuna Melter

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"Bildungsorganisation für Kinderrechte, Nachhaltigkeit und globale Entwicklung"

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1931 Luxembourg

 

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