Eine Reise um die Welt

Diesmal sind wir Toupis nicht nach Luxembourg geflogen, sondern nach Saarburg. An diesem Tag waren wir zu viert unterwegs: Neben Fernando und mir waren Cathrin und Kathrin bei dem Workshop dabei.

Freundlicher Empfang

Am Bahnhof wurden wir herzlich von Birgit empfangen und konnten mit ihr freundlicherweise im Auto zur Schule fahren. Unterwegs unterhielten wir uns mit ihr und sahen viel aus dem Fenster, um im Schnelldurchlauf etwas von der Stadt zu sehen.

Als wir bei der Grundschule ankamen, haben wir die Sporthalle direkt für unsere Entdeckungsreise um den Globus vorbereitet: Neben den Toupi Plakaten haben wir den Raum mit Bildern von Ländern und verschiedenen Kinderrechten geschmückt.

Die Kinder sind direkt neugierig und energiegeladen in den Raum gestürmt.

Diese Energie haben sie bei Cathrins powervollem Sonnentanz eingesetzt, der uns wie immer gute Laune und ein paar sonnige Minuten beschwerte.

Kinderrechte von Deutschland bis nach Südafrika

Nun starteten wir unsere Abenteuerreise von Deutschland in den Kongo, über Portugal und Peru schließlich über Mexiko nach Südafrika.

Der Tag bringt für die Kinder viele Erkenntnisse: Kinder haben zu ihrem Schutz seit 30 Jahren weltweite Rechte. Angefangen mit dem Recht auf Leben haben sie das Recht darauf, ihre Meinung zu sagen und gehört zu werden, angemessene Informationen zu bekommen und sogar das Recht zu spielen.

Teamwork und ein bejubelter Gruppenerfolg

Ein zentraler Bestandteil des Workshops ist ein gemeinsamer Lernprozess, bei dem die eigenen Handlungen und Denkweisen kritisch hinterfragt werden. Das haben wir auch bei der Übung Zombieball erlebt:

Wir haben als Erstes das Recht auf Leben behandelt, es stellt das Grundlegendste Recht der Kinder dar. „Zombieball“ ist ein Bewegungsspiel, bei dem die Kinder gegen ein „Zombiekind“ antreten und dabei überleben wollen. Um das Spiel länger aufrecht erhalten zu können, mussten sich die Kinder gegenseitig helfen.

Hinterher haben sie darüber reflektiert, ob alle Lebewesen ein Recht auf Leben haben. Schließlich gab es bei den Kindern den Konsens, dass dies allen Kindern zusteht.

Das Recht auf Leben besagt, dass das Geburtsland eines Kindes gewährleisten muss, dass es in einem Umfeld aufwächst, in dem es überleben kann

Bei den folgenden Übungen konnten wir beobachten, wie die Zusammenarbeit der Kinder immer besser wurde.

Als nächstes behandelten wir das Recht seine Meinung frei zu sagen. Wie wichtig und wertvoll die Meinung jedes Einzelnen ist, wurde bei der folgenden Aufgabe deutlich: Ein Ball sollte über Holzstelen, welche die Kinder in den Händen aneinanderreihten, in einen Becher auf dem Boden befördert werden. Dabei handelt es sich um eine herausfordernde Aufgabe, die oft viele Anläufe und stets gute Strategien benötigt, welche von den Kindern selbst erarbeitet werden.

Die Klasse zeigte Ehrgeiz und gelangte schließlich zu einem großen Erfolgserlebnis, als der Ball nach zahlreichen Anläufen die gesamte Pipeline entlangrollte und zielsicher im Becher landete. Das war ein wahrer Anlass zu Freude: Die Kinder sind in Jubel ausgebrochen und einander in die Arme gefallen, um ihren gemeinsam erarbeiteten Erfolg gebührend zu feiern.

Anwesende Lehrkräfte haben uns währenddessen viele Fragen zu unseren Workshops gestellt. Sie konnten die Kinder in einem ungewohnten, erlebnis- und prozessorientierten Kontext erleben und sie von einer anderen Seite kennenlernen. So haben sie etwa ruhigere Kinder aufgeweckter und aktiver erlebt.

Im Anschluss haben die Kinder benannt, was bei der Übung wichtig war: Jedes Kind konnte seine Meinung sagen und auch andere Meinungen wurden respektiert. Zum Recht seine Meinung zu sagen gehört auch, mit der eigenen Meinung nicht die Gefühle der Anderen zu verletzen.

Neugierige Nasen an der Scheibe    

Insgesamt haben die Kinder viele Fragen gestellt und schienen Freude an den Aktivitäten zu haben. Als es zur Pause klingelte, wollten sie sogar lieber bei uns bleiben und weiter machen, als auf den Hof zu gehen.

Während der Pause standen viele Kinder draußen an den Glasscheiben der Sporthalle und schauten neugierig hinein, wie wir neue Bilder an die Wand klebten und unsere Materialien zurechtlegten.

Zurück in der Halle hatten die Kinder besonders viel Freude bei der Erarbeitung des letzten Kinderrechts, dem Recht auf Spielen und Freizeit: Wir haben mit einem Schwungtuch gespielt und die Kinder konnten immer wieder darunter herlaufen. Am Ende haben wir aus dem bunten Tuch ein kleines Zelt gebaut, in das sich die Lehrerin hineinsetzen konnte. Das war für sie eine schöne Aufmerksamkeit, über die sie sich gefreut hat.

Spielen und Freizeit sind wichtig, weil sie das Leben bereichern und wie die Erholung zu den wichtigen Augenblicken im Leben jeden Kindes gehört.

Zum Abschluss konnten die Kinder aufschreiben, welches ihr Lieblingskinderrecht ist und sich dabei auch neue Rechte überlegen, zum Beispiel das Recht auf einen Freund. Damit haben sie das Wissen über ihre Rechte gefestigt und das Thema weitergedacht.

Auch für uns eine schöne Erfahrung    

Wir haben den Kindern mitgeteilt, dass wir mit ihnen viel Spaß hatten und den Tag genossen haben. Blickten wir in die fröhlichen Gesichter der Kinder, so bekamen wir ähnliches Feedback:

Sie haben sich gut ausgetobt, sich selbst viel erschlossen und als Gruppe gut zusammengearbeitet. Wir freuten uns auch über die positive Rückmeldung der Lehrkräfte und deren Freude daran, ihre Schüler in einem ganz anderen Kontext erleben zu können. Insgesamt waren sie sehr interessiert und dankbar. Zum Abschied bekamen wir sogar ein leckeres und nachhaltiges Lunchpaket und wurden zurück zum Bahnhof gebracht.

Fröhlich über den erlebnisreichen Vormittag und die vielen guten Erfahrungen in diesem wertschätzenden Umfeld traten wir unsere Heimreise an.

Karuna Melter

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